Wie meditieren zum Bedürfnis wurde und was es mir bringt

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Als ich mitten in der Krise steckte, irgendwann im Herbst 2015, suchte ich nach etwas, das mir Halt gibt, das meine immerfort rasenden Gedanken im Kopf Einhalt gebietet und mich irgendwie zur Ruhe und zu mir selbst kommen lässt.

Ich hatte schon als Jugendliche Erfahrungen in einem buddhistischen Kloster sammeln können und erinnerte mich nun an diese Zeit. Da war so eine Stille, ein schönes Sein, ein Gefühl von Einklang.. . So etwas wollte ich wieder haben. Weiterlesen

Der Mensch ist ein Gästehaus

island-1548564_960_720Zur Zeit kann ich nicht viel schreiben. Daher möchte ich gern einfach diesen schönen Text von Rumi teilen.

Der Mensch ist ein Gästehaus.
Jeden Morgen eine neue Ankunft.
Eine Freude, eine Depression, eine Gemeinheit,
ein Moment der Bewusstheit: Sie
kommen als unerwartete Besucher.
Heiße sie alle willkommen und bewirte sie.
Selbst wenn sie eine Bande Kummer sind,
die durch dein Haus fegt und die Möbel hinauswirft:
Erweise jedem Gast die Ehre.
Vielleicht räumt er dich leer
für neue Freuden.
Der düstere Gedanke, die Scham, die Bosheit:
Begrüße sie lachend an der Tür
und bitte sie herein.
Sei dankbar für jeden, der kommt,
denn jeder ist dir geschickt als ein Führer
von der anderen Welt.
Mewlâna Jelaleddin Rumi (Übersetzung: Margrit Irgang)

(Bild: pixabay.com)

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Schmerz

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Schmerzen gehören für mich auf Radreisen mit dazu. Ich könnte glatt ein kleines Büchlein darüber schreiben und würde es dann beispielsweise „fifty shades of pain“ nennen.

Auf der rein körperlichen Ebene offenbaren sich bei mir allein auf der Hamburg – Schweden -Radtour allerhand interessante Festellungen in dieser Hinsicht: Das linke Knie meldet sich bereits nach Kilometer 6. Echt jetzt?

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Die Macht der Gedanken

„Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten,
sie fliehen vorbei,
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschießen.
Es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei.“

So lautet die erste Strophe des Volksliedes „Die Gedanken sind frei“. Auch wenn ich Schulsingen nicht sonderlich mochte, aber dieses Lied liebte ich schon als Kind: hatten diese Verse doch offenbart – und augenscheinlich als menschliche Fähigkeit auch irgendwo legitimiert – was ich im Unterricht nur allzu gern zu tun pflegte: Die Gedanken auf Wanderschaft schicken.

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Wendepunkt

Warum kann ich nicht glücklich sein, obwohl ich alles (erreicht) habe, was ich wollte? – Diese Frage wollte im Laufe des letzten Jahres nicht mehr aus meinem Kopf.

Ich hatte meinen Traumjob als Controllerin und Projektkoordinatorin in einer Umweltschutzorganisation, deren Werte und Ziele ich uneingeschränkt teilte, wohnte in einer tollen Stadt, arbeitete in Teilzeit und war in einer recht frischen Beziehung, in der ich knall-verliebt war.

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