Probearbeiten

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Im Laufe des Jahres habe ich mir gut 10 Höfe angesehen. Auf drei Demeter-Höfen konnte ich in den Arbeitsalltag hineinschnuppern. Das allein bereicherte mich schon um einige wertvolle Erfahrungen.

Es ist also morgens um kurz nach 6 Uhr und ich stehe knöcheltief in Kuhscheiße – zum Glück hat mir meine Mitbewohnerin Stiefel geliehen.

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Die ersten Schritte

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Der erste Schritt, so ist ja oft zu lesen, ist der schwerste. Oder auch: Aller Anfang ist schwer. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich das bestätigen.

Im Artikel Wendepunkt  beschreibe ich, wie schwer es mir gefallen ist, mir selbst einzugestehen, dass ich NICHT in dem für mich richtigen Job oder gar gänzlichen Lebensumständen steckte (Bürojob, Leben in der Großstadt usw.).  Das war gerade deshalb so dramatisch, weil ich eben das Glück hatte, meinen selbst erwählten Beruf bei meinem Traumarbeitgeber ausüben zu können. Weiterlesen

Wie meditieren zum Bedürfnis wurde und was es mir bringt

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Als ich mitten in der Krise steckte, irgendwann im Herbst 2015, suchte ich nach etwas, das mir Halt gibt, das meine immerfort rasenden Gedanken im Kopf Einhalt gebietet und mich irgendwie zur Ruhe und zu mir selbst kommen lässt.

Ich hatte schon als Jugendliche Erfahrungen in einem buddhistischen Kloster sammeln können und erinnerte mich nun an diese Zeit. Da war so eine Stille, ein schönes Sein, ein Gefühl von Einklang.. . So etwas wollte ich wieder haben. Weiterlesen

Wo es denn hinführen soll..

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Es ist schon einige Zeit vergangen seit dem letzten Beitrag. Das liegt daran, dass ich mir eine Weile unsicher war, wie ich das Blog aus thematischer Sicht am besten weiterführe.

Eigentlich wollte ich hier festhalten, wie der Weg von der „Business Women“ zur Landwirtin sich genau gestaltet. Das habe ich auch weiterhin vor. Für gewöhnlich beinhalten solche Lebensberichte in erster Linie eine chronologische Abfolge von  Ereignissen und Tätigkeiten. Ich habe für mich jedoch festgestellt,

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Der Mensch ist ein Gästehaus

island-1548564_960_720Zur Zeit kann ich nicht viel schreiben. Daher möchte ich gern einfach diesen schönen Text von Rumi teilen.

Der Mensch ist ein Gästehaus.
Jeden Morgen eine neue Ankunft.
Eine Freude, eine Depression, eine Gemeinheit,
ein Moment der Bewusstheit: Sie
kommen als unerwartete Besucher.
Heiße sie alle willkommen und bewirte sie.
Selbst wenn sie eine Bande Kummer sind,
die durch dein Haus fegt und die Möbel hinauswirft:
Erweise jedem Gast die Ehre.
Vielleicht räumt er dich leer
für neue Freuden.
Der düstere Gedanke, die Scham, die Bosheit:
Begrüße sie lachend an der Tür
und bitte sie herein.
Sei dankbar für jeden, der kommt,
denn jeder ist dir geschickt als ein Führer
von der anderen Welt.
Mewlâna Jelaleddin Rumi (Übersetzung: Margrit Irgang)

(Bild: pixabay.com)

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andere Reisende

Wenn ich unterwegs bin, kann ich es manchmal kaum erwarten, auf andere Tourenradler zu treffen und ihre Geschichten zu hören. Neben den Standardfragen von „woher“ und „wohin“ interessiert es mich auch immer zu erfahren, mit welcher Motivation Mitradelnde zu ihrer Reise aufgebrochen sind.

Die erste längere Begegnung hatte ich in Dänemark. Ich erklomm gerade einen kleinen Hügel hinter dem Ort Orslev auf der Insel Seenland. Schon von Weitem erkannte ich, dass da jemand am Straßenrand rumhantierte..  Weiterlesen

Schmerz

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Schmerzen gehören für mich auf Radreisen mit dazu. Ich könnte glatt ein kleines Büchlein darüber schreiben und würde es dann beispielsweise „fifty shades of pain“ nennen.

Auf der rein körperlichen Ebene offenbaren sich bei mir allein auf der Hamburg – Schweden -Radtour allerhand interessante Festellungen in dieser Hinsicht: Das linke Knie meldet sich bereits nach Kilometer 6. Echt jetzt?

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Die Macht der Gedanken

„Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten,
sie fliehen vorbei,
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschießen.
Es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei.“

So lautet die erste Strophe des Volksliedes „Die Gedanken sind frei“. Auch wenn ich Schulsingen nicht sonderlich mochte, aber dieses Lied liebte ich schon als Kind: hatten diese Verse doch offenbart – und augenscheinlich als menschliche Fähigkeit auch irgendwo legitimiert – was ich im Unterricht nur allzu gern zu tun pflegte: Die Gedanken auf Wanderschaft schicken.

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Nach Australien?

Ich bin vielleicht gerade mal eine Stunde unterwegs, als in Ammersbek, nördlich von Hamburg, die Ampel auf rot schaltet. Ich stehe an der Ampel, als sich das angenehme Surren eine gut geölten Kette hinter mir nähert und sich nun wiederum mein erstes Ampelinterview anbahnt: Eine ältere Herrenstimme fragt mich schließlich „Wollen Sie nach Australien?“. Ich drehe mich um und erblicke das verschmitzt interessierte Gesicht eines alten Mannes. „Nein, erstmal nur nach Kopenhagen.“ sage ich ihm. „Nach Kopenhagen? Mit dem Fahrrad?“ Er zeigt mit seinem womöglich durch Gicht oder Arthrose nicht mehr geraden Zeigefinger auf mein schwer beladenes Hinterrad. „Ja, genau.“ antworte ich mit einem beherzten Lächeln. Aus seinem Gesicht interpretiere ich, dass wenn er könnte, wie er wollte.. . Er drückt mir seine Begeisterung aus und bedeutet mir, nun weiter zu fahren, da die Ampel inzwischen grün ist. Zwei Mal wünscht er mir alles Gute für die Fahrt – genau wie ich nur wenige Tage vorher der Tourenomi an der Ampel viel Spaß gewünscht habe.

Hmm.. Australien. 🙂